Blutegel

Die Blutegeltherapie wird seit Anfang des 19. Jahrhunderts in der Humanmedizin eingesetzt und gehört mit zu den Humoralverfahren. Der Begriff Egel stammt von dem griechischen Wort "echis" (= kleine Schlange) ab.
 
Beim Saugakt, der bis zu einer 3/4 h dauern kann, nimmt der Egel das 6-10 fache seines eigenen Volumens an Blut des Patienten auf und gibt ihm dafür wirksame Substanzen mit seinem Speichel ab. Dazu gehören u.a. gerinnungshemmende, entzündungshemmende, schmerzlindernde, gefäßerweiternde und lymphstrombeschleunigende Stoffe. Der Wichtigste ist das Hirudin, welches die gerinnungshemmenden Eigenschaften hat, wodurch auch das Nachbluten der Bißwunde erfolgt.
 
Die Blutegeltherapie kann auch mit der Akupunktur kombiniert werden, man spricht dann von der Hirudinopunktur. Hierbei werden die Ringelwürmer auf bestimmte Akupunkturpunkte gesetzt.
 
Beispiele für die Anwendungsgebiete der Blutegeltherapie
 
   * Arthrose
   * Hüftgelenksdysplasie
   * Spondylose
   * Diskopathien
   * Bei allen Formen von Entzündungsprozessen
   * Schlechter Wundheilung
   * Bisswunden
   * Leckekzem
   * Ödemen
   * Hufrehe
   * Sehnenentzündung